Blog zu den Themen Webentwicklung, technisches Online Marketing und Suchmaschinenoptimierung

Von der Schule in die Selbständigkeit – geht das?

Nach dem bestandenen Abitur im Sommer 2009 bin ich einen beruflichen Weg eingeschlagen, der bei meinen Gegenübern oft Verwunderung auslöst. Nicht selten bekam ich Sätze zu hören wie „Das ist aber riskant“ oder „Wann willst du denn endlich anfangen zu studieren/arbeiten?„, als ich von meinem angemeldeten Gewerbe und der Selbständigkeit erzählte. Noch größere Verwunderung rief ich bei den Betroffenen hervor, als ich herausstellte, dass ich von Zuhause nur mit meinem Computer arbeiten würde. Vor allen von älteren Generationen bekam ich zu hören „Das soll funktionieren?“ oder „Davon kann man Leben?„.

Heute, nach anderthalb Jahren Selbständigkeit, kann ich diese Fragen viel selbstbewusster als damals bejahen. Obwohl ich mich immer noch klar als Einsteiger sehe, glaube ich den entscheidenden Sprung geschafft zu haben. Das Projekt „Selbständigkeit“ ist quasi geglückt – ich kann gut von meiner Arbeit im Internet leben.

Ich kann gut verstehen, wenn mir ältere Selbständige an dieser Stelle mangelnde Lebensweisheit und Überheblichkeit vorwerfen – wahrscheinlich haben Sie Recht. Dennoch bin ich der Überzeugung, in den vergangenen anderthalb Jahren Selbständigkeit mehr gelernt zu haben, als ich es bei einer Ausbildung oder einem Studium hätte tun können. Aus diesem Grund möchte ich auch meine Erfahrungen auf diesem Blog teilen und hoffe, zumindest Schülern, die sich derzeit in einer ähnlichen Situation befinden wie ich damals, eine Hilfestellung anbieten zu können.

Deshalb habe ich Überlegungen angestellt, welche Eigenschaften und Erkenntnisse rückblickend die wichtigsten waren und mich in meiner Selbständigkeit im Internet grundlegend weitergebracht haben. Natürlich hilft mir diese Liste auch persönlich, meine Ziele und Pläne für 2011 und darüber hinaus besser zu fokussieren.

Disziplin & Spaß

Ohne Disziplin läuft in der Selbständigkeit nichts. Ab dem Zeitpunkt wo ihr euer Gewerbe angemeldet habt und von der Tätigkeit leben müsst, betreibt ihr kein Hobby mehr. Ihr seid nun selber für euren Erfolg verantwortlich – einen „schwarzen Peter“ in Form eines Chefs oder Lehrers der für eure Fehler gerade steht gibt es nun nicht mehr.

Man muss sich im klaren sein, dass man nur Geld verdient, wenn man Arbeitet. Zwischendurch ein Computerspiel anwerfen, den TV laufen lassen oder im Sommer mit den Freunden in die Badeanstalt fahren; alles gestrichen. Vor allem in der Anfangszeit eurer Selbständigkeit seit ihr mit eurem Unternehmen verheiratet. Zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche arbeiten dürfen für euch keine Horrorvorstellung sein.

Ihr müsst euch immer vor Augen führen, dass ihr für euer Unternehmen und damit euren persönlichen Erfolg arbeitet. Selbständigkeit bedeutet nicht, dass ihr in euer Freizeit arbeitet, sondern dass die Arbeit Freizeit ist. Vor allem im Internet schläft euer Business nie. Emails und Telefonate können auch vom Smartphone aus bearbeitet werden, jederzeit und an jedem Ort. Dies stärkt die Kundenbindung, bedeutet aber auch, dass ihr in den ersten Monaten fast nur für eure Firma lebt. Wenn euch hier schon der Spaß vergeht, ist die Selbständigkeit vielleicht doch nicht das richtige…

Spaß ist ein gutes Stichwort: Ich behaupte, wenn ihr euch nicht morgens schon aufs Arbeiten freut, haltet ihr nicht lange durch. Ihr solltet euch glücklich schätzen, einen so tollen Beruf zu haben: Kein Chef der euch anmeckert, in keiner langweiligen Vorlesung sitzen und auch keine Anstellung als Langzeit-Kaffeekocher. Habt Spaß bei der Arbeit und im Umgang mit euren Kunden.

Familie & Freunde

In den seltensten Fällen werden euer Freundeskreis und noch weniger eure Familie verstehen was ihr da tut. Oft kam es mir so vor, als dachten viele, ich spiele den ganzen Tag nur Tetris und könnte jederzeit die Pause Taste drücken – das Spiel danach wieder aufnehmen. Mal hier mit anpacken, mal diese Kleinigkeit einkaufen oder den Bekannten von A nach B fahren – nein, das funktioniert nicht!

Macht euren Eltern und Freunden deutlich, dass ihr euch auf der Arbeit befindet. Auch wenn ihr wahrscheinlich anfangs nur ein Home-Office bezieht, ihr befindet euch an eurem Arbeitsplatz. Fragt eure Mutter, ob sie, wenn es nicht so wäre, in euer Büro fahren und den Chef fragen würde, ob Angestellter Müller nicht gerade den Müll hinaustragen könnte – wahrscheinlich nicht.

Dieser Punkt hat sich ich Nachhinein als sehr wichtig hinausgestellt. Denn permanente Ablenkung ist der Tod für eine konzentrierte Arbeit von zu Hause aus. Nicht nur, dass ihr eure (12) Stunden nicht voll kriegt, auch kommt man nach einer Ablenkung erfahrungsgemäß nicht wieder gut in die Arbeit rein.

Spezialisierung

Als ich noch zur Schule ging, verdiente ich bereits mein erstes Geld nebenbei im Internet. Damals verkaufte ich meine Leistungen im Internet noch unter der Bezeichnung „Webdesign“. Absoluter Humbug, ich kann zwar sehr gut Photoshop bedienen, bin aber eine künstlerische Null.

Außerdem war und ist der „Webdesign“-Markt stark überschwemmt. Etliche Billig-Anbieter sorgen für ein grausames Lohn-Dumping. Ich gebe zu, einer davon gewesen zu sein. Heute tut es mir Leid, Leistungen damals zu einem so günstigen Preis angeboten zu haben und damit dem Markt und mir selber keinen Gefallen getan zu haben.

Als wäre es gestern gewesen, kann ich mich noch an einen Beitrag im der-webdesigner.net Forum erinnern. Ein Benutzer sagte zu mir in etwa: „Du machst doch gar kein richtiges Webdesign. Aber dein Quellcode sieht gut aus – versuch dich doch zu spezialisieren„. Ein Beitrag, der rückblickend meine Berufslaufbahn stark beeinflusste.

Ab diesem Zeitpunkt bot ich nämlich nur noch Leistungen als Programmierer an nahm meine Vorliebe für Javascript zum Anlass, mich stark mit jQuery zu beschäftigen. Wenn ich nun Dienstleistungen als „jQuery Entwickler“ anbiete, treffe ich damit zwar eine viel kleinere Zielgruppe als der „Webdesigner“, aber die Konkurrenz ist auch unverhältnismäßig weniger.

Je kleiner die Nische und je größer die Spezialisierung, umso mehr Geld könnt ihr für eure Arbeit verlangen.

Kundenakquise im Vorfeld

Ich hatte das große Glück, bereits während meiner Schulzeit den einen oder anderen Geschäftspartner zu gewinnen, mit dem ich noch heute erfolgreich zusammenarbeite. Versucht euch also schon im Vorfeld eurer Selbständigkeit einen kleinen aber feinen Kundenstamm aufzubauen. Dadurch wird der Einstieg weitaus einfacher, da man im ersten Monat bereits Einnahmen generieren kann und sich nicht nur auf die Neukundenakquise konzentrieren muss.

Außerdem ist es natürlich von großem Vorteil, wenn ihr potentiellen Neukunden bereits Referenzen vorzeigen könnt. Würde ich persönlich zum Beispiel auf einen Webdesigner stoßen, der noch keine Referenzen im Portfolio hat, so würde ich den Auftrag wahrscheinlich an einen erfahreneren Mitbewerber vergeben. Gerade im Bereich der Internetarbeiten sind für viele Auftragsgeber Referenzen wichtiger als die reine Schulbildung.

Weiterbildung & Wirtschaftswissen

Weiterbildung ist für junge Selbständige das A und O. Entsprechend des Sprichwortes „Stillstand ist Rückschritt“ ist es sehr wichtig, die eigenen Fähigkeiten immer zu verbessern und neue Bereiche zu erschließen. So vergrößert ihr euren potentiellen Kundenkreis und verringert eure Abhängigkeit von einer Technologie.

Bei meiner Tätigkeit ist es zum Beispiel von Vorteil, mit möglichst vielen Content Management Systemen arbeiten zu können. Der eine Kunde bevorzugt Typo3, der andere Redaxo. Ist man erst einmal in einigen eingearbeitet, fällt es natürlich auch leichter, sich neue CMS anzueignen.

Aber Weiterbildung bezieht sich nur auf eure Fachkenntnisse, auch in den Bereichen Marketing & Buchhaltung sollte jeder Selbständige bewandert sein. Es sind schon etliche Selbständige mit unglaublichem Fachwissen gescheitert, weil sie die eigenen Leistungen nicht gescheit vermarkten konnten.

An dieser Stelle kann ich nur ein weiteres Mal meinen Lieblingsblog Selbständig im Netz von Peer Wandiger erwähnen, der mich seit den Anfängen meiner Selbständigkeit unterstützt. Ohne das täglich dort gewonnene Wissen wäre ich heute wahrscheinlich noch nicht so weit.

Dem Kunden nichts schenken

Mein persönlich größter Fehler beim Start in die Selbständigkeit war, dass ich dem Kunden viel zu viel geschenkt habe. Eine Beratung via Email oder Telefon war grundsätzlich kostenlos. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden ich so verschenkt habe.

Klar möchte man den Kunden (man hat ja noch nicht so viele) nicht verärgern und somit verlieren, aber ihr müsst ja auch von etwas Leben. Der Kunde sollte sich sowieso für euch entscheiden, weil ihm eure Leistungen und nicht euer Preise gefällt. Aufträge, die nur des Preises wegen vermittelt werden, sind für euch oft von Nachteil.

In jeder Werbeagentur muss der Kunde dafür bezahlen, falls er im nachhinein Änderungswünsche hat – warum also nicht auch bei euch?

Fehlendes Budget ausgleichen

Wahrscheinlich werdet ihr als abgehende Schüler nicht gerade ein gewaltiges Startkapital mitbringen. Investitionen in Projektkäufe oder Werbeausgaben fallen also vorerst flach.

Ihr könnt theoretisch mit 0,00 EUR in die Selbständigkeit starten. Wichtig ist, dass ihr das fehlende Budget durch eure Kreativität wieder ausgleicht. Vor allen in der Anfangszeit ist es sehr wichtig, schnell viele neue Kunden zu erreichen. An dieser Stelle möchte ich gerne Henry Ford zitieren, der sich sicher war: „Wer nicht wirbt, stirbt“. Im Internet herrscht ein so großes Angebot, das dieser Satz mehr denn je zutrifft.

Doch Werbung muss nicht immer mit riesigem Budget verbunden sein. Durch etwas Kreativität kommt man meist zum Ziel, wie zum Beispiel dieser junge New Yorker. Vor allem im Social Web sind die Möglichkeiten grenzenlos; Facebook, XING und Twitter legen einem die nötigen Instrumente in die Hand.

Exit-Strategie

Macht euch bereits im Vorfeld eurer Selbständigkeit Gedanken, was passiert, wenn alles schief läuft. Selbst wenn erst alles gut läuft, kann der Spaß, z.B. durch einen klagenden Kunden, schnell vorbei sein.

Einem Notfallplan im Hinterkopf zu haben, ist im Leben nie verkehrt. Dennoch bin ich natürlich froh, dass sich meine Exit-Strategie bis heute in der verschlossenen Schublade befindet.

Du bist dran

Obwohl ich im Artikel viele kritische Worte zur Selbständigkeit verloren habe, bereue ich keine Minute. Es macht einfach jeden Tag aufs neue Spaß an seiner eigenen Firma zu arbeiten. Der finanzielle Erfolg ist dabei nur der eine Teil, auch Kontakte zu anderen Webworkern können ungemein motivieren.

Von der Schule in die Selbständigkeit? Ja, das geht! Meiner Meinung nach bietet es sich sogar an, da die Fallhöhe sehr gering ist. Was soll denn schon passieren? Ihr könnt ohne Kapital einsteigen – im schlimmsten Fall müsst ihr euer Studium oder die Ausbildung um ein Jahr nach hinten verschieben. Verloren habt ihr jedoch nichts, denn das gewonnene Wissen kann man in Vorlesungen nicht erlernen!

Also bitte ich euch, seit mutig: Deutschland braucht mehr junge Selbständige, die das Land mit frischen Ideen nach vorne bringen – sowohl Off- als auch Online!

Dieser Artikel wurde am 22.01.2011 veröffentlicht

Wer schreibt hier?

Torben Leuschner - Webentwickler

Hi, ich bin Torben und baue leidenschaftlich gerne Webseiten. Also habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und bin seit 2008 als Webentwickler Selbständig tätig. Obwohl ich schwerpunktmäßig für Kunden arbeite habe ich auch sehr viel Freude an der Realisierung eigener Projekte. Daraus resultierend hat sich eine große Affinität zu den Themen Online Marketing und Suchmaschinenoptimierung entwickelt. Gelegentlich schreibe ich auf Twitter, viel aktiver bin ich allerdings auf Facebook. Gerne können wir uns dort vernetzen!

Wie stehst du dazu?

  1. Hallo Torben,
    toller Artikel, der mir voll und ganz aus der Seele spricht.
    Was das Zuhause arbeiten und nur mit dem PC arbeiten anbelangt hab ich ganz ähnliche Erfahrungen gemacht und kämpfe heute zum Teil immer noch mit Unverständnis von außen. Aber es macht einem irgendwann einfach weniger aus – so lange ich weiß, was ich geleistet hab, ist alles gut.
    Alles in allem: Ein schöner Artikel, den ich durchaus ermutigend finde! :-)
    Auch die Kundenakquise im Vorfeld erleichtert den tatsächlichen Einstieg um einiges – bei mir war das nicht so, ich hab wirklich bei Null angefangen, was unglaublich zäh ist.

  2. Hiho,
    Punkt Familie & Freunde trifft den Nagel auf den Kopf. Wie oft durfte – eigtl. immernoch – ich mir anhören, dass ich doch nur vorm PC gammle und mich den ganzen Tag vergnüge.

    Aber auch sonst top Artikel.
    Weiter so :)

    LG Johannes

  3. Hallo Torben,

    das ist das erste Mal, dass ich in deinem Blog lese.

    Schöner Artikel, den ich aus meiner Anfangszeit definitiv in dieser Form bestätigen kann.

    Wenn du weiterhin so gute Arbeit auf dem aktuellen Niveau leistest, wird deine Exit-Strategie in der Schublade als und grau werden :)

    Beste Grüße

    Florian

  4. Sehr guter Artikel! Spricht mir aus der Seele – ich habe in meinem Leben schon studiert, fest gearbeitet und bin jetzt seit etwa einem Jahr voll selbständig. Und da decken sich meine Erfahrungen voll mit Deinen.

    Gutes Social Media Marketing übrigens ;) Hab deine Seite über eine Facebook Ad gefunden.

    Mach weiter so und viel Erfolg!
    Stefan

  5. Bin wie Stefan auch hier über Facebook Ads gelandet, gut gemacht.

    Ich finde deinen Artikel sehr gut und kann ihm zu großen Teilen auch inhaltlich zustimmen, nur was die Arbeitszeit betrifft bin ich anderer Meinung. Man muss nicht 6 Tage die Woche 12 Stunden arbeiten um ein erfolgreiches Business zu betreiben.
    Du kennst das Phänomen ja evt. selbst, wenn man weniger Zeit hat bekommt man die Sachen schneller hin.

    Viel Erfolg dir!

    Grüße Luis

    • Hallo Luis,
      sicherlich werden einige zum Start hin weniger, andere mehr Aufwand haben. Hängt mit Sicherheit auch von dem Punkt ab, mit wie vielen Referenzen oder vorhandenen Kunden man in die Selbständigkeit startet.

      Ich wollte damit aber vor allem zum Ausdruck bringen, dass es eben nicht reicht, drei Stunden am Tag vom Sofa aus zu arbeiten. Viele „seriöse“ eBooks vermitteln ja diesen Eindruck.

      Gruß, Torben

  6. Hi Torben,

    Super Artikel. Ich selbst habe 2010 Abitur gemacht und mache ebenso seit ein paar Jahren „Webdesign“. Ich würde mich allerdings eher in der SEO-Schiene sehen, da ich eigene Projekte lieber mag als Kundenprojekte.

    Wie dem auch sei, meine Strategie sieht ein wenig anders aus: Ich möchte zunächst einmal Informatik studieren, da ich viele Ideen habe, aber hier schnell meine Grenzen sehe. Hast du dir nicht auch überlegt, dass das eine gute Idee sei?

    Ich finde es irgendwie ganz praktisch. Man kann losstudieren, Wissen mitnehmen, hat das ganze sicher finanziert, wenn’s nicht das richtige ist, bricht man ab.

    Trotzdem bewundere ich, dass du deinen Weg gehst. Ich wünsche mir mehr Leute, wie dich, wie du an meinem viel zu persönlichen Kommentar siehst ;-)

    Gruß

    Simon

    • Hey Simon,

      natürlich hatte ich zu Schulzeiten noch den Gedanken, nach dem Abitur erst ein Studium zu beginnen.

      Ein reines Informatik-Studium wäre es allerdings nicht geworden, da mir das, viel zu wenig praxisbezogen wäre. Ich denke es gibt viele gute Informatiker, die aber auf Grund mangelnder Wirtschaftskenntnisse nicht in der Lage sind, einen anständigen Gewinn einzufahren. BWL wäre wohl meine Wahl gewesen.

      „da ich viele Ideen habe, aber hier schnell meine Grenzen seh“ => Hast du es denn schon ausprobiert? Damit meine ich, drei bis vier Monate ernsthaft und mit vollen Arbeitstagen durchzuarbeiten? :-)

      Gruß, Torben

      • Hi Torben,

        bei mir waren Informatik, Grafikdesign o.ä., BWL oder etwas journalistisches in der engeren Auswahl. Habe lange überlegt Medieninformatik zu studieren.

        „da ich viele Ideen habe, aber hier schnell meine Grenzen seh” => Hast du es denn schon ausprobiert? Damit meine ich, drei bis vier Monate ernsthaft und mit vollen Arbeitstagen durchzuarbeiten?“

        Damit meinte ich eher, dass ich irgendeine Idee für eine tolle neue Seite habe, dann aber das ganze weiterdenke und schlussendlich an einen Punkt komme, an dem ich weiß, dass ich das ganze Ding in einem halben Jahr sowieso neu schreiben kann, da es von Anfang an nicht sauber genug programmiert wurde und schließlich Probleme mit der Performance bekommt.

        Momentan stehe ich zwischen Zivildienst und Studium und probiere das Durcharbeiten :)

        Gruß

        Simon

  7. Als ich dein Ad auf Facebook gesehen hatte,
    dachte ich was für eine poserbacke, aber wenn ich den Artikel und auf meiner 10 jährige Erfahrung in der Branche zurückblicke muss ich sagen hast Du recht und scheinbar hast auch was aufn Kasten Web 2.0 kiddie ;-)

  8. […] Der 21 Jahre junge Torben Leuschner beschreibt, wie er direkt nach seinem bestandenen Abitur in das kalte wasser der Selbständigkeit sprang und welche Erfahrungen ihn geprägt haben. Heute ist er nach eigenen Angaben erfolgreich als freiberuflicher Webentwickler tätig. Mit einer Ausbildung oder einem Studium hat er sich bislang nicht aufgehalten. Auch wenn ich an dieser Stelle bereits potenziellen Nachahmern zurufen möchte „Tut´s nicht!“ (Jedenfalls nicht so), ist es dennoch interessant, zu lesen, wie schnell das Berufsleben aus Teenagern Erwachsene macht. Leuschners Beobachtungen werden kaum einem älteren Leser neu sein, könnten aber unsere jüngere Leserzielgruppe mit Erkenntnissen versehen, die sie im Vortrag von Älteren sowieso nicht glauben würden. In diesem Sinne… […]

  9. Hallo Torben,

    schöner Artikel und nettes Linkbaiting.
    Allerdings solltest Du deine Selbstbeschreibung ändern.
    Du kannst nicht Freiberufler sein, da Du weder studiert hast noch sonst eine als Freiberufler akzeptierte Ausbildung hast.
    Die Bezeichnung Freiberufler ist geschützt. Du bist höchstens Selbstständig.
    Das sollte man nach 1,5 Jahren in der Branche aber wissen…

    • Würde mich freuen für die Behauptung »[…] Die Bezeichnung Freiberufler ist geschützt. […]« auch eine Quelle aufgezeigt zu bekommen, da mir das so nicht bekannt ist, und auch eine (kurze) Recherche nichts dahingehend belegt:

      Wikipedia: Freiberufler
      E-Lancer: Gewerbe oder freier Beruf?
      Unternehmer, Selbstständiger oder Freiberufler? (GULP),

      Nicht falsch verstehen: die Einordnung des Finanzamtes steht auf einem anderen Blatt, und auch die konkrete Berufsbezeichnung kann geschützt sein, z.b. wie „Fotograf“ — oder aber auch nicht wie „Designer“. Von daher ist Torbens „mitführende“ Bezeichnung als „Freiberufler“ meiner Meinung nach richtig.

      • @http://www.torbenleuschner.de/blog/97/von-der-schule-in-die-selbstandigkeit-geht-das/#comment-234

        die bezeichung fotograf ist schon seit langem nicht mehr geschützt. man sollte solche bemerkungen einfach unterlassen, da torben nichts mit fotografie am hut hat.

  10. Trotzdem kein Grund auf die Kacke zu hauen ;-) Kenne etliche Beispiele die schon mit 14 ihr erstes Gewerbe angemeldet haben, wenn man mit 21 sich nach dem Abi selbständig macht, ist das nichts besonderes mehr. Man will höchstens die Aufmerksamkeit auf sich ziehen um Aufträge zu bekommen, Webentwickler gibts an jeder Ecke.

  11. Hej Torben,

    ich gehöre mit 40 Jahren zu der Generation der „älteren Selbständigen“, die Du in Deinem Artikel erwähnst, und ich kann Dir nur Lob aussprechen. Erstens bist Du sehr klar & strukturiert – und zweitens: Nie zuvor waren die Chancen so gut, sich mit einer selbständigen Tätigkeit zu etablieren. Alles, was man hierfür braucht ist ein PC und Internetanschluss. Alles andere ist eine Frage der eigenen Hartnäckigkeit, Disziplin, der Freude am Lernen und Risikobereitschaft. Insofern: Viel Erfolg wünsch ich Dir!

    Rafael

  12. Hallo Torben,

    auch dieser Artikel gefällt mir! Auch ich stehe aktuell vor der Entscheidung, ein Studium zu beginnen oder im Job Fuß zu fassen…

    Optimal wäre natürlich das Studium und die vollständige Selbständigkeit. Einziges Manko ist die Ungewissheit in Zukunftsfragen, denn das Studium dauert auch seine 8 Semester!

    Hast du mittlerweile ein eigenes Büro und eigene „4 Wände“?

    Weiterhin viel Erfolg!

    P.S. Spezialisierung ist genau der richtige Weg!

    • Hallo Florian,
      danke für dein Feedback!

      Ich für meinen Teil habe die Entscheidung noch immer nicht bereut. Die eigenen „4 Wände“ samt Home Office sind auch da ;-)

      Gruß, Torben

  13. Ich bin zwar schon ein wenig älter (29) als Du aber mir ging es ähnlich wie Dir.

    Am Anfang der Selbständigkeit glaubt keiner an einen, das ist übrigens normal.
    Die ältere Generation versteht teilweise nicht, dass es möglich ist ohne Startkapital eine Selbständigkeit aufzubauen.
    Die jüngere Generation in meinem Alter und jünger denkt, dass ich mit „Nichtstun“ Geld verdiene. Viele sehen eben nur die Ernte und nicht die Saat.

    Inzwischen (nach einem Jahr) verdiene ich genau so viel wie in meinem früheren Beruf, sogar etwas mehr und ich konnte meine Arbeitslosigkeit beenden.

    Ich habe in deinem Alter gerade meine Lehre in einem Beruf beendet, welcher mir überhaupt keinen Spaß machte (hauptsache Lehre). Ich hatte zudem Pech und habe während meiner Ausbildung außer Autofahren kaum was gelernt – entsprechend schlecht war meine Praxisnote. Find ich gut was Du machst und deine Tutorials gefallen mir auch. Ich würde mich jedoch trotzdem um Zertifizierungen bemühen, falls Du dich doch mal Bewerben musst.

  14. Guten Tag Herr Leuschner,
    der Artikel ist ein -wie ich finde- einerseits äußerst realistisch dargestellter Warnhinweis, jedoch andererseits erfrischend motivierend.
    Selbst bin ich 17 Jahre jung, möchte am liebsten Großes für Mensch und Politik bewirken und durch Diplomatie meine Kunden zufriedenstellen, jedoch ohne deswegen eigenes Wachstum und Profit aus dem Auge zu verlieren.
    Allerdings bremst mich auch das Familienvolk aus: „Selbstständigkeit ohne zuvor absolvierte langjährige Ausbildung ist inexistent“. Nun ja, es ist eine Frage des Engagements und der eigenen Überzeugungsfähigkeit, jedoch wird man schnell als Traumtänzer dargestellt…
    Wie dem auch sei, Sie haben es in jedem Falle sehr zutreffent ausformuliert und tatsächlich kann man in diesem Zusammenhang schnell wichtige Erfahrungen sammeln, aus welchen dann wiederrum Wirtschaftskenntnisse entstehen.

    Viele Grüße

  15. Hallo Torben,

    also ich finde deinen Artikel auch sehr gelungen!
    Wie auch überall gilt im Leben doch, wer nicht wagt, der nicht Gewinnt.
    Wenn man dazu noch flexibel ist und auch offen für neue Bereiche ist, dann kann nicht mehr viel schief gehen.
    Ich wünsche dir auf deinem weiteren Lebensweg Alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *