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6 Gründe warum Amazon ideal für Affiliate-Einsteiger ist

In meinem gestrigen Artikel Mein Einstieg ins Affiliate Marketing schrieb ich bereits über das Amazon Partnerprogramm PartnerNet, welches mir sowohl damals die ersten Erfolge im Affiliate Marketing ermöglichte, mir aber auch heute noch gute Einnahmen beschert.

Als Fortgeschrittener kann man mit dem PartnerNet einiges anfangen, aber auch schon für Anfänger stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, mit der eigenen Webseite oder dem eigenen Blog Geld zu verdienen. Ich habe mir heute einige Gedanken gemacht, und sechs Gründe gesammelt, warum das Amazon Partnerprogramm die ideale Anlaufstelle für Einsteiger ins Affiliate Marketing ist.

Vertrauen

Amazon genießt einen guten Ruf und ist eine starke Marke. Potentielle Käufer müssen zwar weiterhin vom Produkt selber überzeugt werden, das Vertrauen zum Shop ist aber unmittelbar hergestellt. Das hat für euch den Vorteil, dass die Conversion Rate in der Regel viel höher ist als bei anderen Online-Shops. Schließlich ist Amazon nicht umsonst Marktführer unter den Shops im Internet.

Riesige Produktauswahl

Laut eigenen Angaben bietet Amazon die weltweit größte Auswahl an Büchern, CDs und Videos. Dies ist nicht nur ein Vorteil für Käufer, sondern auch für Affiliates. Denn Amazon weiß wie kein anderes Unternehmen auf relevante Produkte hinzuweisen. Die „Empfehlungen“-Box war bereits Bestandteil etliche Diskussionen und wird auch von Datenschützern kritisch betrachtet – dennoch steht fest, der patentierte Algorithmus sorgt für mehr Verkäufe.

In der Praxis bedeutet dies für Affiliates oft, dass neben dem eigentlich beworbenen Produkt auch noch weitere Artikel im Einkaufswagen landen. Und jeden Artikel, der über euren Cookie (der übrigens eine Laufzeit von 24 Stunden hat) bestellt wird, bekommt ihr auch vergütet. So sind am Monatsende fast 40 Prozent meiner verkauften Artikel nie direkt von mir beworben worden.

Eine Anmeldung – mehr Übersicht

Wenn man außerhalb des Amazon PartnerNet ein Produkt bewerben möchte, muss man sich in der Regel direkt beim Partnerprogramm des Herstellers anmelden. Die meisten Hersteller verfügen über kein In-House-Partnerprogramm, sondern greifen auf Netzwerke wie Zanox, Affilinet oder SuperClix zurück. Zwar vereinfacht dies die Anmeldung, trotzdem bleibt ein gewisser Zeitaufwand. Vor allem für die Bestätigung benötigen manche Advertiser mehrere Tage; häufig trifft man auch auf Exoten, die in einem vollkommen unbekannten Netzwerk zu Hause sind.

Diese Probleme hat man beim Amazon PartnerNet nicht. Hier kann man aus einer unglaublich großen Produktpalette wählen. Dabei erfolgt die Einbindung immer nach der gleichen Methode und die Links bieten eine einheitliche Struktur. Außerdem hat man nur eine zentrale Anlaufstelle um seine Statistiken abzurufen, kann einzelne Projekte aber immer noch durch sogenannte Tracking IDs filtern.

Einfache Einbindung von Links

Durch die sogenannte Site Stripe, welche nach der PartnerNet-Anmeldung auf der gesamten Amazon-Plattform auftaucht, kann man sehr bequem auf Produkte verlinken. Einfach im Shop eine gewünschte Ergebnisliste oder direkt einen Artikel ansteuern und auf „Auf diese Seite verlinken“ klicken – schon erhält man den passen Quelltext. Für Einsteiger geht es kaum einfacher.

Die Netzwerk-Alternative dazu sind die Produktlisten, welche häufig im Format .csv vorliegen. Mit diesen Tabellen können Profis zwar mehr anfangen; Anfänger im Affiliate Marketing werden bei der Nutzung jedoch schwer überfordert sein.

Individuelle Widgets

Im Amazon PartnerNet stehen zwölf Widgets zur individuellen Konfiguration bereit. Für jeden Einsatzzweck dürfte das passende Widget dabei sein: So gibt es zum Beispiel ein MP3-Widget, ein Suchfeld-Widget oder auch sogenannte Self-Optimizing-Widgets, welche die Produktauswahl automatisch an den Content der Zielseite anpassen.

Sowohl Größe, als auch Farbe und Verhalten lassen sich frei konfigurieren. So erreicht man mit etwas Geschick, dass sich die Widgets stark an das Look&Feel der eigenen Webseite anpassen lassen. Verständlich, dass die CTR davon stark profitiert.

Faire Provision

Zugegeben, 5% ist nicht das meiste. Vor allem im Software-Bereich sind häufig Provision von bis zu 20% möglich. Dennoch trifft man in den Ergebnislisten der Netzwerke auch oft auf Partnerprogramme, die deutlich weniger ausschütten. So liegt Amazon mit einer Start-Provision von 5% noch im Mittelfeld.

Außerdem kann man seine Einnahmen bis auf 10% steigern. Durch 21 Verkäufe pro Monat erreicht man beispielsweise bereits eine Provision von 5,5%. Bei 51 Verkäufer sind es immerhin 6%, 401 Verkäufe bringen 6,5% und so weiter. Eine Werbekostenerstattung von sechs Prozent sollten demnach für jeden, der sich ernsthaft mit dem Amazon Partnerprogramm beschäftigt, im Bereich des Möglichen liegen.

Dieser Artikel wurde am 19.01.2011 veröffentlicht

Wer schreibt hier?

Torben Leuschner - Webentwickler

Hi, ich bin Torben und baue leidenschaftlich gerne Webseiten. Also habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und bin seit 2008 als Webentwickler Selbständig tätig. Obwohl ich schwerpunktmäßig für Kunden arbeite habe ich auch sehr viel Freude an der Realisierung eigener Projekte. Daraus resultierend hat sich eine große Affinität zu den Themen Online Marketing und Suchmaschinenoptimierung entwickelt. Gelegentlich schreibe ich auf Twitter, viel aktiver bin ich allerdings auf Facebook. Gerne können wir uns dort vernetzen!

Wie stehst du dazu?

  1. Schöner Artikel, ich empfehlen meistens den Dreiklang aus Amazon, eBay und Adsense, wenn man mit dem Geld verdienen loslegen will. Damit klappt es meistens am einfachsten ein paar Kröten einzusammeln, da es große bekannte Marken sind.

  2. Ich nutze das Amazon PP schon einige Jahre und bin bis jetzt sehr zufrieden damit.
    Ab und zu bin ich mit der Ladezeit der Widets jedoch nicht so ganz zufrieden. Die könnte schneller sein!

  3. Hi Torben, sehr schöner Artikel für Einsteiger. Wenn man sich so manches PP Interface ansieht, dann gehört Amazon tatsächlich zu den am einfachsten durchschaubaren. Die Provisionen sind dafür nicht so hoch, aber das kann man durch mehr Verkäufe bei einer bekannten Marke schnell wieder herein holen. Gruß Florian

  4. Hallo,

    also ich habe mit dem Partnerprogramm von Amazon bis jetzt noch keine guten Erfahrungen gemacht. Wenn man hier z.B. ein Buch vermittelt, dann kann man sich ja gerade mal über ein paar ct freuen. Vermittelt man mal was teureres, dann wird doch die Provision bei glaube ich rund 10 EUR gekappt. Die Cookie-Laufzeit ist glaube ich auch nicht so toll…

    … außer das hat sich nun geändert. Wenn ja, dann würde ich mich über eine Info freuen :-)

    Gruß
    Siegmar

    • Hallo Siegmar,

      der Tracking Cookie hat eine Laufzeit von 24 Stunden und die maximale Provisionshöhe beläuft sich auf 10 EUR, richtig.

      Dennoch hat das Amazon Partnernet, wie im Artikel beschrieben, auf jeden Fall gewisse Vorteile.

      Gruß,
      Torben

  5. Hallo Torben,

    bin eben auf den Artikel gestoßen. Sehr schön zu lesen. Wenn ich mit Affiliate Link auf eine CD verlinke, und der Nutzer kauft nicht diese CD sondern ein anderes Produkt. Werde ich dann trotzdem mit einer Provision am kompletten Einkaufswagen beteiligt, oder berücksichtigt Amazon nur den einen Artikel der verlinkt ist?

    Außerdem gibt es unterschiedliche Links zu dem Artikeln:
    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/ARTIKELNIMMER/AFFILIATE-ID
    oder
    http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&Format=_SL160_&ASIN=ARTIKELNUMMER&MarketPlace=DE&ID=AsinImage&WS=1&tag=AFFILIATE-ID&ServiceVersion=20070822

    welcher ist denn besser?

    vielen Dank im Voraus
    Chris

    • Hallo Chris,

      1.) Es zählen alle Produkte, die der Nutzer in den nächsten 24h kauft, vorausgesetzt er fängt sich nicht einen neuen Tracking-Cookie ein. Es kann also durchaus sein, dass du mit einem Link auf eine CD später im mittleren zweistelligen Bereich landest ;-)

      2.) Vollkommen egal, solange deine Tracking-ID korrekt platziert ist.

      Viele Grüße,
      Torben

  6. Hey Torben!
    Da kann ich dir nur beipflichten! Ein Nachteil bei Amazon ist jedoch meiner Meinung nach, das die Cookie-Lebenszeit wirklich sehr kurz gehalten wird. Außerdem werden schon so viele Amazon cookies verteilt, dass die Lebenszeit wahrscheinlich noch deutlich kürzer als 24 Stunden ist ;)

  7. Hallo Torben, interessanter Artikel. Was ärgerlich bei amazon ist, sind die kurzen Cookie-Laufzeiten. Für den Einstieg in das affiliate Geschäft finde ich aber Amazon als beste Empfehlung. Die einbindung ist schnell erstellt und es gibt eine große Auswahl an Verlinkungsmöglichkeiten. Als weiteren würde ich noch Zanox vorschlagen.
    Viele Grüße Torn

    • Da habe ich aber anderes gelesen. Einige Zeitungen hatten berichtet, dass amazon Umsatzrückgänge zu verzeichnen hätte.

  8. Hallo Herr Leuschner,

    ist es von Seiten amazons den auch gestattet, neben dem Partnerprogramm mit amazon zusätzlich noch ein Partnerprogramm mit einem Konkurrenten wie bspw. Weltbild auf der eigenen Webseite zu betreiben?

    Danke im Voraus
    Gruß
    Tobi

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